Kindergärtner

Kindergärtner oder Erzieher kann nur jener Mensch werden, der wirklich Kinder liebt. Wenn jemand sich im Raum mit Kindern unwohl fühlt, weil es öfter etwas laut ist oder er von den vielen Fragen genervt ist, sollte er lieber von diesem Beruf Abstand nehmen.

Die ersten Schritte zum Beruf eines Kindergärtners beginnen mit einem Praktikum, das ein ganzes Jahr dauert. Während dieser Zeit hat der Auszubildende noch die Möglichkeit, sich zu überzeugen, ob seine Wahl wirklich die richtige war. Die meisten jungen Menschen sind in dieser Phase sehr kreativ und führen ein aktives Leben. Sie sind eine echte Hilfe für die Erzieherin und übernehmen auch selbst so manche wichtigen Aufgaben.

Danach folgen zwei Jahre, in denen Pädagogik und andere Wissenschaften studiert werden. Die letzte Phase ist das Anerkennungsjahr, in dem man auch schon einen Lohn bekommt. Es gibt in jedem Jahr viele praktische Aufgaben, dabei umfasst man Kinder unterschiedlichen Alters. Der angehende Kindergärtner muss gut beobachten können. Es wird ihm sogar geraten, ein Tagebuch zu führen und auch die Beziehung zu den Kindern zu analysieren. So gibt es Kleine, die am Anfang etwas schüchtern sind und niemanden an sich heran lassen, aber mit der Zeit ändert sich ihr Verhalten grundsätzlich. Viel hängt dabei von dem Praktikanten ab. Er kann bei den Kindern mit einer bestimmten Aktion das Interesse wecken, sie für etwas begeistern. Oft sind es die eigenen Hobbys. Ein Praktikant, der die Natur liebt, wird auch seinen Zöglingen so manches beibringen. Vielleicht macht er einen Ausflug in den Wald, erzählt von großen Wanderern, von Vögeln und Tieren. Von den gesammelten Waldschätzen darf dann gebastelt werden. Wer gerne Sport treibt, kann den Kleinen von gesunder Lebensweise erzählen. Bei den Älteren wird auch schon so ein Begriff fallen wie Olympiade. Meistens kennen sie auch schon den einen oder anderen Sportler vom Foto her.